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Anfang der 80er Jahre mußte man sich auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Ernsthausen Gedanken darüber machen, wie man in der Zukunft den Nachwuchs bei den Einsatzkräften sicherstellen kann. Schon bald war klar, daß dieses Ziel langfristig nur durch eine kontinuierliche Jugendarbeit zu erreichen ist.
Und so wurde auf der Mitgliederversammlung im Dezember 1982 die Gründung einer Jugendfeuerwehr beschlossen. Zum ersten Jugendwart wurde Karl-Heinz Röß gewählt, als Betreuer standen ihm Erika Engel, Bernd Küthe und Gerd Engel zur Seite.
Im Januar 1983 war es dann auch schon so weit: 18 Jungen im Alter von 10 bis 15 Jahren fanden sich zur Gründungsversammlung der Jugendfeuerwehr Ernsthausen im Dorfgemeinschaftshaus ein. Namentlich waren dies:
Werner Klingelhöfer Markus Rein Hans-Jürgen Topp Jörg Trost Harald Albrecht Martin Esch Frank Schubert Alfred Tripp-Noll Christian Hirth Hartmut Sommer Bernd Born Ralf Albrecht Michael Geitz Hermann Simon Michael Engel Ralf Seipp Carsten Engel Volker Engel.
Nach einer kurzen Orientierungsphase begann man die Jugendarbeit mit feuerwehrtechnischer Ausbildung und dem Training für den Bundeswettbewerb der deutschen Jugendfeuerwehr. Außerdem beteiligte man sich mit einem selbst geschmückten Wagen am Festzug des Ernsthäuser Heimatfestes. Und schon im darauf folgenden Jahr nahm man zum ersten mal an Pokalwettbewerben benachbarter Jugendfeuerwehren und am Kreisentscheid des Bundeswettbewerbes im Rahmen des Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers teil. Diese Veranstaltungen sind auch heute noch ein fester Bestandteil unserer Jugendarbeit und wurden in den vergangenen Jahren kein einziges mal ausgelassen.
1986, nur 3 Jahre nach der Gründung, wechselte bereits das erste Mitglied der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung und - die ersten Mädchen traten in die Jugendfeuerwehr ein. Der unumstrittene Höhepunkt des Jahres war allerdings die Aufführung des Theaterstückes „Tumult in Hintertüpfelsbach“ im Dezember 1986. Nicht nur die Zuschauer im Saal des Ernsthäuser Dorfgemeinschaftshauses, sondern auch die Akteure auf der Bühne hatten jede Menge Spaß dabei. Wiederum ein Jahr später erwarben die ersten Mitglieder der Jugendfeuerwehr Ernsthausen die Leistungsspange, die höchste Auszeichnung der deutschen Jugendfeuerwehr.
Nach 5-jähriger Amtszeit stellte Karl-Heinz Röß sein Amt als Jugendwart im Dezember 1987 zur Verfügung und wurde von Gerhard Hirth abgelöst. Dieser setzte auch gleich einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Jugendfeuerwehr Ernsthausen, indem er 1988 den ersten eigenen Pokalwettbewerb auf dem Mühlrain ausrichtete. Seitdem wurde der Wettbewerb, bis auf eine Ausnahme, in jedem Jahr ausgetragen, und wir konnten im Jubiläumsjahr 2008 auch zu unserem 20. Pokalwettbewerb einladen.
Seit dem Ende der 3-jährigen Amtszeit von Gerhard Hirth im Dezember 1990 hatte die Jugendfeuerwehr Ernsthausen weitere 7 Jugendwarte, die die gute Vorarbeit ihrer Vorgänger aufnahmen und weiter ausbauten. Im einzelnen waren das:
Werner Klingelhöfer (1991 – 1993) Bernd Küthe (1994 – 1996) Volker Engel (1997) Carsten Engel (1998 – 1999) Stefan Völlmecke (2000 – 2003) Patrick Schneider (2004) Gerd Engel (seit 2005 im Amt)
Zu den Highlights aus dieser Zeit gehören u.a. die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 10-, 15-, und 20-jährigen Bestehen, verschiedene Tagesausflüge und Freizeitveranstaltungen, sowie ein „Tag der offenen Tür“ und ein „Spiel ohne Grenzen“. Bei den Wettbewerben konnte man von 1993 bis 1997 zusätzlich mit einer reinen Mädchengruppe starten und zweimal wurde bei einem Kreisentscheid der 3. Platz in der Jungen- bzw. gemischten Wertung erreicht: 1993 in Vöhl und 2004 in Reddighausen. Im Jahr 2002 hat der damalige Jugendwart Stefan Völlmecke, aufgrund guter Leistungen beim Kreisentscheid in Roda, einen Jugendfeuerwehr Tragewimpel angeschafft.
Mit der Veranstaltung eines eigenen Pokalwettbewerbes hat sich die Jugendfeuerwehr Ernsthausen schon sehr früh auch überörtlich engagiert. Inzwischen gehört sie mit zu den aktivsten im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Zusammen mit der Jugendfeuerwehr Birkenbringhausen wurde der ursprüngliche „Burgwald-Cup“ über mehrere Jahre als gemeinsame Wertung der beiden Pokalwettbewerbe in Birkenbringhausen und Ernsthausen ausgetragen. Nachdem der Wanderpokal in 2005 seinen endgültigen Besitzer gefunden hatte, hat man gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren Birkenbringhausen, Burgwald und Roda den „Region-Burgwald-Cup“ ins Leben gerufen, eine zusätzliche Gesamtwertung aller 4 Einzelwettbewerbe.
Daß die damalige Entscheidung für die Gründung einer Jugendfeuerwehr richtig war und sich der Aufwand und die Mühen der vergangenen Jahre gelohnt haben, zeigen die folgenden Zahlen. Bis heute hatte die Jugendfeuerwehr Ernsthausen insgesamt 123 Mitglieder, darunter 35 Mädchen. 25 Mitglieder konnten bisher für die Einsatzabteilung gewonnen werden, 9 davon sind sogar Gründungsmitglieder. Zum jetzigen Zeitpunkt hat die Jugendfeuerwehr 23 aktive Mitglieder, 16 Jungen und 7 Mädchen.
Ernsthausen, im September 2008.
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